Ausschnitt eines Buches, das ich nie schreiben werde. #002

"Bitte, ignoriere mich nicht.", sagte sie, "bitte ignoriere nicht, was wir hatten."
"Ich weiß, es war keine Menge, aber es war etwas und ich weiß nicht viel, aber ich weiß, dass Du mich glücklicher gemacht hast, als ich zuvor war."
"Gott, ich vermisse das.", sagte sie.
"Bitte, sag mir nur, Du vermisst es auch? Du musst nicht zurück kommen.", sagte sie, "sag nur, Du tust es."
"Ich hasse, wie leicht es für Dich war, einfach aufzustehen und zu gehen", sagte sie, ihm dabei direkt in die selben Augen blickend, von welchen sie Monate zuvor träumte.
"Ich hasse, dass das Ende von 'Uns' Dich nicht mal berühren zu schien, während es mich in Stücke riss. Ich hasse, dass Du so tust, als wäre ich niemals die Person gewesen, der Du Dich in den frühen Morgenstunden - wenn die ganze Welt still war und es sich anfühlte, als wären es nur wir zwei, die auf diesem blauen Planeten leben - geöffnet hast. Ich hasse, dass ich immer noch unsere Bilder ansehe, obwohl Du sie wahrscheinlich schon Monate zuvor längst von Deinem Telefon gelöscht hast. Ich hasse, dass Du so tust, als würdest Du mich nicht mal vermissen. Ich hasse, dass ich Dir nicht mehr länger etwas bedeute, dass die Abwesenheit von mir in Deinem Leben Dich nicht komplett zerstört, so wie sie es mit mir tut. Ich hasse, wie schnell Du von mir gehen konntest, während ich hier kriechend jede letzte Erinnerung und jeden letzten Rest von Dir aufsammle. Ich hasse es. Ich hasse verdammt nochmal alles davon."
"Aber am meisten hasse ich, dass selbst nach all dieser Zeit die Du damit verbracht hast, mich zu behandeln wie ein ausgebrannter Stern, Du nicht mehr länger das Vermögen besitzt, zu lieben, ich immer noch direkt in Deine Arme rennen würde, würdest Du mich lassen."
"Und oh Gott, ich will Dich hassen. Aber ich tu's nicht und ich denke nicht, dass ich das jemals könnte."

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