So verrückt es auch war, ich hab es gespürt.

Wie Du den weiten Teilen der Welt entgegen sprangst, ohne einmal dem Abgrund nahe zu sein. Ich bewunderte Dich dafür, so sorgenlos und frei , hatte ich doch nie gelernt diesen Gedankenstrudel abzuschalten.
Wie ich den Atem anhielt und mich zwang, hinunter zu schlucken, was Dir Dein Herz schwer werden ließ. Du hattest  Angst und Scham in Deinen Augen stehen, doch warst auch so erleichtert nicht mehr verschweigen zu müssen.

Jetzt verschwindet Dein Name langsam, er rückt immer weiter nach unten in der Liste der Kontakte. Ich seh Dir zu dabei wie Du ein Leben lebst, in dem ich keinen Platz mehr habe, in dem Du mich nicht teilhaben lässt, aus dem ich mich entfernt habe. Und Du siehst mir zu, wie ich lache und tanze und heimlich einen anderen küsse. Und ja, es stimmt. Ich bin glücklich und im Reinen mit mir oder wie auch immer man das nennt. Aber was mir dabei fehlt ist das Gefühl, das Du mir gabst, wenn Du mir in die Augen sahst. Ich weiß noch genau, wie verliebt Du in mich warst.

Ich habe all die Dinge, die ich nicht erklären und nicht verstehen konnte oder wollte in diese Wände geschrieben. Ich stand mitten in dem Raum, der mir meinen Verstand so nahe brachte, dass ich fast in den Wörtern der Unnachgiebigkeit ertrank. Du sagtest, es sei ein törichter Fehler und dass ich nicht hier her zurückkommen sollte. Aber ich wollte das nicht wissen. Ich wollte sehen, wie sich die Welt verändert hatte, seit dieser Zeit und ob ich Teil jener Veränderung war.
 

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